Wie oft Katze entwurmen Forscher geben klare Empfehlungen

Wie oft Katze entwurmen Forscher geben klare Empfehlungen

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    Wie oft sollte man eine Katze entwurmen?

    Die Frage, wie oft man eine Katze entwurmen sollte, ist nicht nur für Tierärzte von Bedeutung, sondern betrifft auch verantwortungsvolle Katzenhalter. Die regelmäßige Entwurmung zählt zu den elementarsten Gesundheitsmaßnahmen im Rahmen der präventiven Tiermedizin. Würmer wie Spulwürmer, Hakenwürmer oder Bandwürmer können nicht nur der Katze schaden, sondern auch ein potenzielles Risiko für Menschen darstellen – insbesondere für Kinder und immungeschwächte Personen. In diesem Artikel klären wir, wie häufig Katzen entwurmt werden sollten, welche Faktoren die Entwurmungsintervalle beeinflussen und welche wissenschaftlichen Grundlagen dabei eine Rolle spielen.

    Warum ist Entwurmung bei Katzen so wichtig?

    Die regelmäßige Entwurmung von Katzen ist notwendig, um die Gesundheit des Tieres und der mit ihm lebenden Personen zu schützen. Wurmerkrankungen verlaufen bei Katzen häufig asymptomatisch, was bedeutet, dass die Tiere keine sichtbaren Beschwerden zeigen. Dennoch kann ein starker Parasitenbefall zu Gewichtsverlust, stumpfem Fell, Erbrechen, Durchfall oder sogar Schädigungen innerer Organe führen. Bei jungen oder bereits geschwächten Katzen können Wurminfektionen im schlimmsten Fall tödlich enden. Besonders erwähnenswert ist der sogenannte "Zoonose-Faktor": Einige Wurmarten wie etwa der Spulwurm Toxocara cati können auf den Menschen übergehen.

    Eine Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover (2021) stellt dar, dass etwa jede zweite Freigängerkatze in Deutschland mit Endoparasiten infiziert ist – häufig ohne dass es dem Tierhalter bewusst ist. Hier zeigt sich die Bedeutung einer prophylaktischen Entwurmung, denn durch sie lassen sich Infektionen eindämmen, bevor sie klinisch relevant werden.

    Optimaler Entwurmungsrhythmus: Abhängig vom Lebensstil

    Die Häufigkeit, mit der die Katze entwurmt werden sollte, hängt stark davon ab, ob es sich um eine Wohnungskatze oder eine Freigängerkatze handelt. Ebenso spielt das Alter der Katze, ihr allgemeiner Gesundheitszustand sowie das Umfeld, in dem sie lebt, eine entscheidende Rolle.

    Wohnungskatzen

    Wohnungskatzen leben unter kontrollierten Bedingungen und haben ein wesentlich geringeres Risiko, sich mit Würmern zu infizieren. Dennoch können Wurmeier über Straßenschuhe, kontaminiertes Futter oder sogar durch Flöhe eingeschleppt werden. Daher empfiehlt die ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) bei Wohnungskatzen eine Entwurmung alle drei Monate beziehungsweise viermal pro Jahr. Bei Katzen ohne jeglichen Außenkontakt und niedrigem Risiko kann in Absprache mit dem Tierarzt auch ein längeres Intervall sinnvoll sein – etwa halbjährlich.

    Freigängerkatzen

    Freigängerkatzen sind einem natürlich deutlich höheren Risiko ausgesetzt, sich mit Parasiten zu infizieren. Der Kontakt zu Beutetieren wie Mäusen, Vögeln oder anderen verunreinigten Umweltquellen macht hier eine Monatsentwurmung zu einer vernünftigen Maßnahme. Die ESCCAP empfiehlt für solche Tiere eine monatliche Entwurmung oder zumindest die Durchführung regelmäßiger Kotuntersuchungen, um einen konkreten Wurmbefall nachzuweisen. Der Aufwand mag hoch erscheinen, aber er steht in gutem Verhältnis zum gesundheitlichen Nutzen für Tier und Mensch.

    Welches Entwurmungsmittel ist geeignet?

    Der Markt bietet eine Vielzahl von Präparaten – von Tabletten über Pasten bis hin zu sogenannten Spot-on-Mitteln, die auf die Haut aufgetragen werden. Die Wahl des geeigneten Entwurmungsmittels für Katzen hängt von mehreren Faktoren ab: Alter und Gewicht der Katze, Art der Würmer und bestehende Vorerkrankungen. Wirkstoffe wie Milbemycin, Moxidectin oder Praziquantel kommen hier regelmäßig zum Einsatz und zeigen eine hohe Wirksamkeit.

    Wichtig ist: Nicht jedes Wurmmittel wirkt gegen alle Wurmarten. Eine vorherige Kotanalyse beim Tierarzt kann helfen, gezielte Entscheidungen zur Medikation zu treffen. Auch ist zu beachten, dass einige Mittel rezeptpflichtig sind und nicht unbedenklich ohne Rücksprache verabreicht werden sollten.

    Fazit: Entwurmung als Teil der Gesundheitsvorsorge

    Die regelmäßige Entwurmung der Katze ist ein essenzieller Bestandteil ihrer Gesundheitsvorsorge. Abhängig davon, ob es sich um eine Wohnungskatze oder einen Freigänger handelt, variiert die Häufigkeit zwischen monatlich und halbjährlich. Wohnungskatzen kommen in der Regel mit drei bis vier Entwurmungen pro Jahr aus, während bei Freigängern eine engmaschigere Kontrolle notwendig ist. Wichtig ist in jedem Fall eine individuelle Risikoabschätzung, am besten in Kooperation mit einem Tierarzt.

    Vernachlässigt man die Wurmprophylaxe, kann dies nicht nur zu gesundheitlichen Schäden bei der Katze führen, sondern auch die Menschen im selben Haushalt gefährden. Daher sollte das Thema Entwurmung nicht als lästig, sondern als verantwortungsvolle Vorsorgemaßnahme betrachtet werden. Ein kleiner Aufwand mit grosser Wirkung – sowohl für unser Haustier als auch für uns selbst.

    Weitere Informationen und passende Wurmkuren für Katzen finden Sie im Sortiment von petzeals.com.

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